Bedürfniswiederholungsprüfung für Sportschützen nach § 4 Abs. 4 Satz 1 WaffG

Das aktuelle Waffenrecht (April 2003) sieht eine weitere Prüfung des Bedürfnisses drei Jahren nach dem Erwerb der ersten WBKpflichtigen Waffe vor, um sogenannten Scheinbedürfnissen vorzubeugen.

Dies bedeutet, dass nach § 4 Abs. 4 Satz 1 WaffG die zuständige Waffenbehörde drei Jahre nach Erteilung der ersten waffenrechtlichen Erlaubnis das Fortbestehen des Bedürfnisses zu prüfen hat. Diese Bedürfniswiederholungsprüfung gilt allerdings nur für Erlaubnisse, die auf der Grundlage des neuen Waffengesetzes nach dem 01. April 2003 erstmalig erteilt wurden.

Anmerkung

Bei der WaffVwV handelt es sich um eine Handlungsanweisung, sie kann/soll von den Waffenbehörden als Arbeitsgrundlage herangezogen werden.

Zum Thema „Schießbuch“ folgendes: Es gibt grundsätzlich keine Pflicht zur Führung eines Schießbuchs! D.h. die Behörde kann keine Vorlage verlangen. Ein Schießbuch (oder ähnliche Nachweise) muss nur führen, wer eine Waffe erwerben möchte (um die erforderlichen 18 Aktivitätseinheiten nachzuweisen) oder erstmalig eine WBK erhalten hat und nach drei Jahren den Nachweis der Aktivitäten erbringen muss. Dies steht auch so in der Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (die die Ausführungsbestimmungen für die Behörden darstellt).

Der GSVBW e.V. hat für die Bedürfniswiederholungsprüfung einen Vordruck auf Basis der allgemeinen Bedürfnisbescheinigung entwickelt. Dieser entspricht dem Vordruck anderer anerkannter Sportschützenverbände und damit den Anforderungen des IM.

Ablauf

  1. Der Waffenbesitzkarteninhaber füllt die Seite 1 des Vordrucks aus.
    Bitte direkt am PC/online ausfüllen, anschließen ausdrucken und unterschreiben.
  2. Er lässt sich vom Verein auf Seite 2 die geforderten Angaben ausfüllen bzw. bestätigen.
    Bitte legen Sie eine Kopie des Schreibens der Behörde bei, damit der Verein/der Verband prüfen kann, ob es sich um eine Prüfung des Fortbestands des Bedürfnisses nach §4 Abs. 4 Satz1 WaffG handelt oder nach Satz 3
  3. Dann sendet der Waffenbesitzkarteninhaber den Vordruck, inkl. Kopien der WBK/n und Kopien der Aktivitätsnachweise der letzten 3 Jahre (bitte im DIN A4 Format kopieren und nicht zusammen tackern) an
    GSVBW e.V.
    S.-A. Glaser
    In den Beeten 50
    74379 Ingersheim
    nicht an die Geschäftsstelle des Landesverbandes. Dem Antrag ist ein frankierter (EUR 1,45) und an sich selbst adressierter DIN A5 oder DIN A4 Umschlag beizufügen.
    Es werden alle eingereichten Unterlagen zurück geschickt.
  4. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, bestätigt der Verband die Angaben.
  5. Der Verband sendet den Vordruck und die Anlagen wieder an den Waffenbesitzkarteninhaber zurück, der ihn an die zuständige Behörde weiterleitet.

Hinweis: Bitte senden Sie keinesfalls Briefpost per „Einschreiben“. Im Falle von Urlaub und durch sehr eingeschränkten Öffnungszeiten der heutigen Postagenturen, können diese häufig nicht entgegen genommen werden.

Formular zur Bestätigung der Fortdauer des Bedürfnisses §4 Abs.4 Satz 1 WaffG – Stand 2016

Bitte füllen Sie das Formular online aus, drucken es dann aus.

 


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