Schlagwort-Archiv: Waffenrecht

Hinweis zu den Aufbewahrungskontrollen – evtl. „falsche“ Kontrolleure unterwegs

Liebe Mitglieder,

das Landratsamt Esslingen hat uns informiert, dass  zur Zeit im Landkreis Esslingen Personen unterwegs sind, die sich als Mitarbeiter der Waffen-Behörde ausgeben, um sich so Zutritt zu den Wohnräumen der Waffenbesitzer zu verschaffen. Gelingt ihnen dies, wird die Kontrolle nur vorgetäuscht, die Räumlichkeiten werden aber sehr genau angesehen.

Das Landratsamt hat deshalb alle Waffenbesitzer in seinem Zuständigkeitsbereich bereits angeschrieben und ein Muster des Dienstausweises angefügt. Leider sind diese Ausweise aber nicht bundes- oder landeseinheitlich. Es ist daher sehr schwierig, zu entscheiden, ob der Ausweis „echt“ ist. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie telefonisch Ihre zuständige Behörde, um sich zu versichern, dass tatsächlich bei Ihnen eine Kontrolle durchgeführt werden soll, bevor Sie Ihnen unbekannte Personen in Ihre Wohnräume lassen. „Echte“ Kontrolleure werden dies immer akzeptieren.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in Esslingen bereits aufgenommen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich solche Vorkommnisse auch außerhalb des Landkreises Esslingen ereignen können oder sich bereits ereignet haben. In einem solchen Fall melden Sie sich bitte unbedingt bei Ihrer zuständigen Behörde. Auch eine Information an den Verband ist von Vorteil, da wir dadurch weitere Mitglieder warnen können.

Aus Verbandssicht hatten wir solche Vorkommnisse schon lange befürchtet und bereits 2009 (!) in den „Hinweisen zur Aufbewahrungskontrolle“ diesen Text veröffentlicht:

… Achtung: Wenn eine Ihnen unbekannte Person eine Kontrolle vornehmen will, lassen Sie die Person(en) zunächst nicht in Ihre Räumlichkeiten. Es besteht die Gefahr, dass Ihnen Ihre Waffen entwendet werden (Betrug oder Überfall). Wenn Sie den Kontrolleur nicht persönlich kennen, vergewissern Sie sich telefonisch bei der Behörde, ob die Person tatsächlich von dort geschickt wurde. Zusätzlich informieren Sie das zuständige Polizeirevier, dass eine Ihnen unbekannte Person sich als Vertreter der Behörde ausgibt und von Ihnen verlangt, dass Sie Ihren Waffenschrank öffnen. Lassen Sie sich auch
nicht von irgendwelchen Ausweisen täuschen. Ein „Dienstausweis“ lässt sich heute sehr schnell am Computer herstellen.
Bei einer angekündigten Kontrolle vergewissern Sie sich vorher, wer zu Ihnen kommt und wann die Kontrolle vorgesehen ist (Anruf direkt bei der Telefonzentrale der Behörde – nicht bei einer evtl. auf der schriftlichen Ankündigung angegebenen Rückrufnummer)….

 

Bei Fragen kommen Sie bitte auf uns zu.

 

Viele Grüße,

euer  Helmut Glaser

Wir sagen „so nicht!“ – Europäische Kommission will schärfere Kontrolle von Feuerwaffen

Die „Anti-(Sport)Waffen-Lobby“ hat mal wieder zugeschlagen… und diesmal gleich bei der EU Kommission. Die schrecklichen Terroranschläge von Paris werden als Anlass vorgeschoben, um uns legalen Waffenbesitzern die Ausübung unseres Sports zu erschweren, wenn nicht gar unmöglich zumachen. In keinster Weise wird dabei erwähnt oder beachtet, dass bei dem Terrorakt illegale Kriegswaffen verwendet wurden, die kein Sportschütze besitzt oder besitzen darf. Und noch etwas wird völlig unerwähnt gelassen auch Titel der Online Petition):

YOU CANNOT STOP TERRORISM BY RISTRICTING LEGAL GUN OWNERSHIP

In einer Presseerklärung der European Commission vom 18.11.2015 (http://europa.eu/rapid/press-release_IP-15-6110_de.htm) fordert Kommissionspräsident Juncker, unterstützt von EU Industrie-Kommissarin Elzbieta Bienkowska und EU Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos, diverse Verschärfungen des EU-Waffenrechts und stellt bewusst einen FALSCHEN Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris her. Es soll die EU-Feuerwaffenrichtlinie mit ihren Vorschriften zum Erwerb und Besitz von – legalen – Sport- und Jagd- und Sammlerwaffen geändert werden. Diese von der Kommission vorgestellten Änderungsvorschläge müssen aber vom Europäischen Parlament und vom Rat der EU beschlossen werden.

Die furchtbaren Ereignisse der vergangenen Tage dürfen nicht dazu verwendet werden, mit blindem Aktionismus Maßnahmen vorzuschlagen, die – wieder einmal – nur die legalen Waffenbesitzer trifft. Wir Sportschützen – genauso wie Jäger und Sammler – gehören zu einer total überwachten und kontrollierten Personengruppe (z.B. Stichworte wie: Anlassunabhängige Kontrolle, Zuverlässigkeit usw.) . Die derzeitigen waffenrechtlichen Regelungen in Deutschland gewährleisten – wie das Bundesverfassungsgericht kürzlich festgestellt hat –, dass von legalen Waffenbesitzern wie den Sportschützen keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht.

Als Sportschützen weisen wir es daher auf das Schärfste zurück, mit Terroristen und Mördern auf eine Stufe gestellt zu werden. Was können wir tun? Wir sollten zum Beispiel  unsere Bundestags- und Europaparlamentsabgeordneten fragen und um Stellungnahmen bitten, wie sie uns vor derartigen politischen Fehlgriffen und Diffamierungen zu schützen gedenken.

Hier der Link zur Online-Petition Wir empfehlen, diese Petition zu unterstützen und zu unterzeichnen:

https://www.change.org/p/council-of-the-european-union-eu-you-cannot-stop-terrorism-by-restricting-legal-gun-ownership

Falls der Link nicht funktioniert, bitte kopieren und direkt in den Browser einfügen.

Wir danken für eure Unterstützung,

Helmut Glaser und das GSVBW Präsidium