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Schießsport in Raumschießanlagen – Update 29.05.20

Liebe Mitglieder,
leider erreichte mich das Schreiben der Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Frau Dr. Susanne Eisenmann, erst heute…
In diesem Schreiben wird ausgeführt, dass das Schießen in entsprechenden Anlagen ebenfalls seit dem 11. Mai erlaubt ist. Damit ist erfreulicherweise das Ministerium meiner Argumentation im Schreiben vom 9. Mai bezüglich “Raumschießanlagen und Lüftung” gefolgt.
Wörtlich heisst es in dem Schreiben des Ministeriums:
… So genannte Raumschießanlagen können betrieben werden, wenn eine raumlufttechnische Anlage die Gase und Dämpfe von den Personen abführt. Dabei muss sichergestellt sein, dass eine ordnungsgemäß installierte und gewartete raumlufttechnische Anlage dies ermöglicht…
Hier kann des gesamte Schreiben heruntergeladen werden (bitte den genauen Text beachten und befolgen): Antwort des Kultusministeriums

Natürlich gelten die Hygiene Vorgaben bzgl. Abstand, Mundschutz, Personenzahl usw. weiter. Die entsprechende “Verordnung des Kultusministeriums und des Sozialministeriums über Sportstätten (Corona-Verordnung Sportstätten)” findet ihr unter diesem Link
Bitte unbedingt beachten.

Fazit: Unter Beachtung der Vorgaben des Schreibens des Kultusministeriums und der Hygiene-Vorgaben ist ab sofort das Schießen auch in Raumschießanlagen wieder möglich – genau genommen wäre es ab dem 11. schon möglich gewesen 😉

Viel Spaß beim nun wieder möglichen Training,
euer Präsident Helmut Glaser

Definition “Schießsport auf Aussenanlagen” – Update 10.05.20

Liebe Mitglieder,

soeben erhielt ich vom MINISTERIUM FÜR KULTUS, JUGEND UND SPORT BADEN-WÜRTTEMBERG  folgende Information:

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“Sehr geehrter Herr Glaser,
vielen Dank für Ihre untenstehende Anfrage und Ihre Bitte um eine Freigabe des Trainings für Schützinnen und Schützen in sogenannten Raumschießanlagen. Nach unserem Kenntnisstand unterscheidet man nach den „Richtlinien für die Errichtung, die Abnahme und das Betreiben von Schießständen(Schießstandrichtlinien)“ folgende vier Bauarten von Schießständen:

  1. Offene Schießstände ohne Umschließungen. Hierzu zählen z. B. offene Schrotschießstände sowie Biathlon-und Field-Target-Anlagen.
  2. Offene Schießstände mit Umschließung des Schützenstandes. Bei dieser Bauart ist der Schützenstand bis auf die Ausschuss- bzw. Schießbahnseite durch Bauteile allseitig umschlossen.
  3. Offene Schießstände mit teilweiser Umschließung der Schießbahn. Bei dieser Bauart, auch als „teilgedeckter Schießstand“ bezeichnet, besteht neben der Umschließung des Schützenstandes zusätzlich eine Teileinhausung der Schießbahn über 5m Länge (ab Feuer-/Schießlinie) hinaus.
  4. Geschlossene Schießstände (RSA). Diese Schießstände sind allseitig umschlossen. In Schussrichtung müssen die baulichen Umschließungen durchschusssicher ausgeführt sein. Solche Anlagen unterliegen nicht dem immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren gemäß Nummer 10.18 des Anhanges der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen (4. BImSchV)

Wir zählen die offenen Schießstände (Nummern 1 bis 3) zu den Freiluftsportanlagen. Diese dürfen zu Trainings- und Übungszwecken betrieben werden. Der Betrieb der geschlossenen Schießstände (Raumschießanlagen) ist zum jetzigen Zeitpunkt untersagt.”
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Ich gehe davon aus, diese Information “aus erste Hand” beseitigt viele Fragen und Unsicherheiten. Ob eine Raumschießanlage oder ein Stand gem. Ziff. 1 – 3 vorliegt, lässt sich meist an/in der Standabnahme erkennen.  Bzgl. Raumschießanlagen  habe ich nochmals nachgefragt….

Bitte trotzdem nicht vergessen: Die Hygiene Vorgaben bzgl. Abstand, Mundschutz, Personenzahl usw. sind zu beachten.

Viele Grüße, euer Helmut Glaser

Informationen vom GSVBW Präsidenten zur Corona-Krise – Update 09.05.20

Liebe Mitglieder,
wie befürchtet, heisst es in den “Fragen und Antworten der Landesregierung zu den Lockerungen ab 11. Mai” (https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/faq-lockerungen-11-mai/) leider:
Schießsport ist nur auf Außenanlagen erlaubt. Die Öffnung von Indoor-Schießanlagen und Schützenhäusern ist erst in einem zweiten Schritt geplant. Der genaue Zeitpunkt ist abhängig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens.
Ich habe diesbezüglich heute nochmals ein Schreiben an das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg gerichtet und gebeten zu berücksichtigen, dass Raumschießanlagen i.d.R. mit einer entsprechenden Belüftung ausgestattet sind. Sobald eine Antwort vorliegt informieren wir.

Damit aber wenigsten diejenigen, die auf “Außenanlagen” trainieren den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen können, hier die zugesagten MUSTER für eine “Vereinsinterne Hygiene- und Verhaltens-Anweisung“.
im PDF Format
im ODT Format

Auch an dieser Stelle der Hinweis:
Die Ausführungen stellen lediglich Hinweise dar und sollen es euch einfacher machen, lokale Verhaltensregeln festzulegen. Es sind immer vorrangig die bekannten Vorschriften- und Regelwerken des Waffenrechts zu beachten. Außerdem die für den Hygieneschutz und die Distanzregeln aufgrund der Pandemie gelten lokalen Vorgaben – insbesondere die jeweils aktuelle Corona-Verordnung Baden-Württemberg.
Mit dieser Handlungsempfehlung stellt der GSVBW e.V. seinen Vereinen und Mitgliedern Hinweise für die Organisation und die Rahmenbedingungen im Vereinsbetrieb zur Verfügung. Diese Handlungsempfehlung stellt dabei nur einen groben Abriss, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und absolute Richtigkeit dar. Sie ist immer den individuellen Gegebenheiten anzupassen, gesetzliche und behördliche Regelungen gehen immer vor.

Viele  Grüße,
euer Helmut Glaser

Informationen vom GSVBW Präsidenten zur Corona-Krise – Update 18.4.20

Liebe Mitglieder,
die mit Spannung erwartete Fünfte Änderung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg (ich habe gestern regelmässig die einschlägigen Webseiten aufgerufen) hat für uns leider keine Veränderung gegenüber der aktuellen Situation ergeben. Nach wie vor bleibt der Betrieb von “Sportanlagen und Sportstätten aller Art, ob öffentlich oder privat” untersagt. Auch die sportliche Betätigung in Vereinen sowie Vereinsversammlungen sind weiterhin nicht erlaubt. D.h. ein  Schießsport-Training oder gar Wettkämpfe sind nach wie vor nicht möglich.
Wir wissen auch nicht, wie es mit den Meisterschaften weiter gehen wird. Aktuell befürchten wir, dass frühestens im September wieder Wettkämpfe möglich sein werden und haben daher die Landesmeisterschaften IPSC absagen müssen.  

Interessant ist, dass die Corona Verordnungen anderer Bundesländer (z.B. Reinland-Pfalz) bereits deutlichere Lockerungen beinhalten. In der Corona VO des Landes Rheinland-Pfalz heisst es in Bezug auf sportliche Aktivitäten: … (6) Individualsport im Freien, beispielsweise Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf, Reiten und ähnliche Sportarten, bei dem das Kontaktverbot und der Mindestabstand nach § 4 Abs. 1 eingehalten werden können, ist zu Freizeit- und Trainingszwecken zulässig. Zu diesem Zweck ist die Nutzung von Einrichtungen und Anlagen im Freien nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 7 mit Ausnahme der Schwimm- und Spaßbäder zulässig, soweit die gebotenen Hygienemaßnahmen eingehalten werden und der Träger der Einrichtung oder Anlage einer Öffnung ausdrücklich zustimmt. Absatz 7 Satz 3 Nr. 2, 4 und 5 gilt entsprechend….

Auch hier sind noch viele Einschränkungen enthalten, aber es ist nicht mehr das totale Verbot…

Es tut mir leid, euch kein positiveres Update geben zu können. Wir werden aber von Verbandsseite aus die Entwicklung weiter aufmerksam beobachten…

Viele Grüße,
euer Präsident Helmut Glaser

Informationen vom GSVBW Präsidenten zur Corona-Krise

Liebe GSVBW Mitglieder,

als ich Anfang März zu einer 17tägigen Fotosafari nach Südafrika aufbrach, ahnte ich noch nicht, was mich bei der Rückkehr erwarten wird. Im afrikanischen Busch und ohne Internet und Telefon war die Welt noch in Ordnung….
Als wir dann in Afrika wieder Kontakt zur “Aussenwelt” hatten, änderte sich durch
den Corona Virus plötzlich  alles dramatisch. Täglich gab es neue Schreckensmeldungen und damit verbundene Einschränkungen. Eine Verordnung der Landesregierung „jagte“ die andere. Dies erforderte dann leider auch Maßnahmen des Landesverbands. Alle Maßnahmen, die wir dabei ergriffen haben, dienen ausschließlich dazu, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und dazu, den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Als Landesverband sind wir uns der Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitglieder bewusst, und die Gesundheit steht an erste Stelle. Hier danke ich insbesondere den Vizepräsidenten Roland Merkel und Jörg Rupp, die sich in den Tagen, in denen ich nicht erreichbar war,  um alles gekümmert haben.

Was hat dies nun für Auswirkungen? Hier eine (nicht abschließende) Aufzählung:

  1. Die Bezirksmeisterschaften mussten leider abgebrochen werden. Sie können auch nicht nachgeholt werden, da die Verordnung der Landesregierung bis zum 15. Juni 2020 gültig ist.

  2. Bezüglich den Bezirksmeisterschaften hat der GSVBW Gesamtvorstand beschlossen, die Disziplinen „ganz normal“ zu werten, die bis zum Zeitpunkt der von der Landesregierung vorgegebenen Einstellung der sportlichen Aktivitäten (13. März 2020) abgeschlossen waren. Bei Disziplinen, die durch verschiedene Wettkampftermine nicht abgeschlossen werden konnten, erhalten die Teilnehmer/innen eine Urkunde über die Teilnahme. Vorgesehene Starttermine nach dem 13.3. werden gelöscht.

  3. Durch die Dauer der Verordnung der Landesregierung musste auch die Landesmeisterschaft in den Standardwettbewerben abgesagt werden.

  4. Was die Deutschen Meisterschaften betrifft – dies entscheidet der Bundesverband in den nächsten Tagen.

  5. Alle IPSC und Western Sicherheits- und Regeltests müssen abgesagt werden.

  6. Nicht betroffen ist die Mitgliederverwaltung. Diese läuft – evtl. mit zeitlicher Verzögerung durch die Gesamtumstände – weiter. Die Geschäftsstelle ist jedoch bis auf weiteres für Publikumsverkehr geschlossen. Die Unterlagen, Anfragen und Befürwortungen müssen per Mail oder per Post (Befürwortungen) eingereicht werden. Wie bitten Euch auf persönliches Abgeben zu verzichten.
    Auch die telefonische Erreichbarkeit ist leider eingeschränkt, da zur Zeit eine verstärkte Anzahl von Nachfragen eingeht.

  7. Nicht betroffen sind die Befürwortungen. Hier ist aber zu überlegen, ob es im Moment sinnvoll ist, einen Antrag zu stellen. Die meisten Behörden haben bis 19. April bzw. Mitte Juni geschlossen und da die Bescheinigungen nur eine begrenze Gültigkeit haben, könnte diese abgelaufen sein, bevor die Behörde wieder einsatzfähig ist. Auch gibt es wohl Lieferengpässe bei Waffen und Munition. Aktivitätsnachweise ab dem 16. März können auf Grund der Corona VO nicht akzeptiert werden.

  8. Alle Meisterschaften des Landesverbands (z.B. IPSC, Wurfscheibe usw.) nach dem 15. Juni sind noch wie geplant vorgesehen. Änderungen sind hier – abhängig von der weiteren Entwicklung – jedoch möglich.

  9. Auf Grund der Schließung der Schießstätten könnt ihr ja derzeit den Sport nicht ausüben und auch Wettkämpfte konnten nicht ausgerichtet werden. Manche machen sich daher Sorgen um das waffenrechtliches Bedürfnis, welches ihr eigentlich mit regelmäßigen Schießnachweisen bzw. Wettkampfteilnahmen belegen müsstet.
    Der BDS Bundesverband wird dies (zusammen mit den anderen Schießsportverbänden) zu gegebener Zeit mit den Ministerien bzw. Behörden diskutieren. Bitte habt Verständnis dafür, dass in der derzeitigen Situation andere Prioritäten – auch im Bundesinnenministerium – gegeben sind. Sicherlich ist auch bei einer solchen Abstimmung mit dem Ministerium wichtig zu berücksichtigen, wie lange ein derartiger Nachweis nicht erbracht werden konnte/kann. All das ist noch offen und nicht absehbar. Insofern bitten wir um ein wenig Geduld. Sobald wir Informationen diesbezüglich haben, veröffentlichen wir diese auf der Homepage.

Gleichzeitig bitte ich euch, die Vorgaben der Landesregierung in der Corona-Verordnung Baden-Württemberg“  zu beachten. Diese ändert sich zwar fast täglich, aber zwei Punkte sind aktuell für uns wichtig:
§ 3 Verbot des Aufenthalts im öffentlichen Raum, von Veranstaltungen und sonstigen Ansammlungen
(1) Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Zu anderen Personen ist im öffentlichen Raum, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.
(2) Außerhalb des öffentlichen Raums sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen von jeweils mehr als fünf Personen vorbehaltlich des Selbstorganisationsrechts des Landtages und der Gebietskörperschaften verboten. Die Untersagung nach Satz 1 gilt insbesondere für
1. Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie
.

Und der § 4:
§ 4 Schließung von Einrichtungen
(1) Der Betrieb folgender Einrichtungen wird bis zum 19. April 2020 untersagt:

5. alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios sowie Tanzschulen, und ähnliche Einrichtungen,

Wie es nach dem 19. April weiter geht, weiss im Moment jedoch niemand.

Es tut mir leid, dass ich euch im Moment nicht mit besseren Nachrichten informieren kann.

Jetzt müssen wir als Sportschützen fest zusammen stehen und mit vereinten Kräften dafür sorgen, dass die Krise möglichst schnell gemeistert wird – und dazu gehört nun mal auch das von der Landesregierung angeordnete das Kontaktverbot.

Zu den rechtlichen Fragen (z.B. Kosten) hat sich Dr. Frank Weller, Vizepräsident Vereinsmanagement, Landessportbund Hessen, geäußert. Diese Informationen findet ihr auf der Seite des Landesportbundes Hessen unter: https://www.landessportbund-hessen.de/servicebereich/news/coronavirus/rechtliche-fragen/

Ich bitte um Verständnis für die oben erwähnten Maßnahmen. Sie sind – gerade zum bevorstehenden beginn des Sportjahres – sicher schmerzlich, aber wir alle müssen in diesen Tagen unseren Beitrag leiten unabhängig davon, ob durch die Regierung vorgegeben oder selbst auferlegte. Nur so haben wir eine Chance, möglichst bald unseren Sport wieder ausüben zu können.

Sobald es Neuerungen gibt, melde ich mich wieder.

Bleibt gesund und viele Grüße,
euer Präsident Helmut Glaser

Corona – Bezirksmeisterschaften finden wie geplant statt

Liebe Mitglieder,

uns erreichen zur Zeit immer wieder Nachfragen, ob die Bezirksmeisterschaften stattfinden oder auf Grund der Corana-Gefahr abgesagt werden. Hier zu folgende Information:

Das Präsidium beobachtet die Entwicklung sehr aufmerksam und umfassend. Auch alle Informationen der Behörden werden ausgewertet. Danach besteht im Moment keine Notwendigkeit, die Meisterschaften abzusagen. Alle Bezirksmeisterschaften finden wie geplant statt.
Sollte sich etwas ändern, werden die betroffenen Starter/Starterinnen per Email informiert.

Unabhängig davon bitte wir alle Starterinnen und Starter auf ein entsprechendes (hygienisches) Verhalten an den Veranstaltungsorten.

Viele Grüße und bleibt gesund,
euer Präsident, Helmut Glaser

Stellungnahme des Bundes Deutscher Sportschützen 1975 e.V. zur abscheulichen Mordtat von Hanau

Liebe GSVBW Mitglieder,
nachfolgend die Stellungnahme des BDS Präsidenten zur grausamen Mordtat von Hanau. Hier werden klare Worte gesagt….

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Stellungnahme des Bundes Deutscher Sportschützen 1975 e.V. zur abscheulichen Mordtat von Hanau

  1. Der Bund Deutscher Sportschützen 1975 e.V. (BDS) verurteilt die zutiefst verabscheuungs-würdige Tat des 19. Februar 2020 in Hanau auf das Schärfste. Unsere Anteilnahme gilt allen Angehörigen der Opfer. Fassungslos sehen wir das verursachte Leid. Der BDS ist ein weltoffener Schießsportverband mit fast 90.000 Mitgliedern. Davon viele mit Migrationshintergrund. Als weltanschaulich, politisch und religiös neutraler Verband ist jeder rechtstreue Sportschütze im BDS willkommen. Rassisten, Verschwörungstheoretiker und alle die nicht fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehen haben hingegen bei uns keinen Platz.
  2. Dass furchtbare Ereignisse Prüfungen des gesetzgeberischen Handlungsbedarfs auslösen ist nachvollziehbar, ja richtig. Aber die im BDS zusammengeschlossenen gesetzestreuen Sportler müssen beklagen, von manchen für einen Mörder, der nicht einmal Verbands-mitglied war, in Mithaftung genommen zu werden. Auch können sie nicht still bleiben, wenn sofort reflexhaft erneute Verschärfungen des Waffenrechts zu ihren Lasten gefordert werden. Dies allzu oft in Unkenntnis oder bewusster Außerachtlassung bereits bestehender gesetzlicher Regelungen und staatlicher Handlungsmöglichkeiten:
  3. In § 6 Abs. 1 des Waffengesetzes ist zum Waffenbesitz längst geregelt: „Die erforderliche persönliche Eignung besitzen Personen nicht, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie… (Nr. 2) abhängig von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln, psychisch krank oder debil sind…“. Die Waffenbehörde kann in Verdachtsfällen bereits jetzt psychologische Begutachtungen anordnen. Auch wurden erst kürzlich die Befugnisse der Verfassungsschutzämter in Waffensachen erweitert, um etwaige Verfassungsfeinde mit legalen Waffen aufzuspüren. Handlungsmöglichkeiten der Behörden bestehen bereits umfänglich. Diese müssen aber auch genutzt werden.
  4. Leider war dies beim Mörder von Hanau nicht der Fall. Spätestens seine nach Medien-berichten und der Stellungnahme des Generalbundesanwalts in Form einer Strafanzeige im November 2019 offen zu Tage getretene wahnhaft geisteskranke Weltsicht hätte unverzügliche behördliche Ermittlungen auslösen müssen. Der Täter hätte rechtzeitig vor der Tat entwaffnet werden können und müssen. Es ist müßig, über routinemäßige Psychotests für hunderttausende Waffenbesitzer zu reden, wenn bei offenkundig Geisteskranken nicht vorgegangen wird. Es ist müßig, über neue Überwachungsmethoden zu sprechen, wenn die offen zugängliche Internetseite des Täters nicht in Augenschein genommen wurde und seine eigene Äußerung gegenüber einer staatlichen Stelle niemanden alarmiert hat. Und es ist müßig, immer mehr Daten ansammeln zu wollen, wenn anscheinend bereits vorhandene nicht schnell und konsequent für die innere Sicherheit genutzt werden.
  5. Deutschland hat ein strenges Waffenrecht. Mit erheblichem Aufwand wurde ein Nationales Waffenregister (NWR) aufgebaut, in dem alle privaten legalen Waffenbesitzer, alle Erlaubnisse und alle Waffen einzeln erfasst sind. Wie alle Gerichte und Strafverfolgungs-behörden hat auch die Generalbundesanwaltschaft darauf leichten Zugriff, sei es direkt oder in Zusammenarbeit mit anderen Behörden des Bundes und der Länder. Bei Vorliegen des Verdachts auf eine Geisteskrankheit ist mehr als naheliegend, zu prüfen, ob diese Person im Besitz von Schusswaffen ist. Die Waffenbehörde kann dann kurzfristig, erst recht bei Gefahr im Verzug, die Waffen zumindest einstweilen sicherstellen und mittelfristig waffenrechtlich Erlaubnisse entziehen oder andere rechtliche Maßnahmen umsetzen.
  6. Das geltende Waffenrecht hätte bei konsequenter Handlung der entsprechenden staatlichen Stellen dem Mörder die Möglichkeit genommen, mit legal besessenen Waffen die Tat zu verüben. Es ist tragisch, dass dies nicht geschehen ist. Der BDS mahnt dringend an, Vollzugsdefizite abzustellen, damit sich die schlimmen Ereignisse dieser Woche nie mehr wiederholen können.

Friedrich Gepperth
– Präsident –

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Diesen Aussagen gibt es nichts mehr hinzu zufügen. Im Moment wird in den Medien (und von bestimmten Politikern) wieder mal versucht, den Sportschützen und Sportschützinnen die Versäumnisse anderer anzulasten. Es ist genug damit….

Euer GSVBW Präsident, Helmut Glaser

Wettbewerbe Trap und Skeet + Trainingsmöglichkeiten 2020

Auch 2020 veranstaltet der Landesverband wieder drei Wettbewerbe in den Trap und Skeet Disziplinen in Osterburken. Beginn ist am

  • 18. April 2020 mit dem Side by Side Cup: 2020 – Ausschreibung Side by Side Cup
  • dann geht es weiter am 30.Mai und 6. Juni mit der Landesmeisterschaft  Trap und Skeet
    (Ausschreibung folgt)
  • und den Abschluss bildet das BDS Masters am 8. August (Ausschreibung folgt).
  • Ausserdem besteht an folgenden Terminen die Trainingsmöglichkeit:
    21. März
    18. April (nachmittags)
    16. Mai
    04. Juli
    29. August
    12. September
    10. Oktober
    Bei Interesse bitte mit Siegfried Rösler rechtzeitig vorher Kontakt aufnehmen
    roesler.siegfried[at]t-online.de

Ich wünsche allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen viel Erfolg und Spaß bei den Wettkämpfen und beim Training

euer Helmut Glaser

 

Geld sparen – wichtige Information für die An- und Abmeldung von Mitgliedern

Liebe Mitglieder – diese Information richtet sich speziell an Schießsport-Interessenten, Vereinsvorstände und BDS Ansprechpartner.

Der Bundesverband verlangt für neu angemeldete Mitglieder ab dem 1.10.  keinen Beitrag mehr für 2019. Dies gibt der Landesverband so weiter an die Vereine bzw. Neumitglieder und verlangt ebenfalls für 2019 keinen Beitrag mehr. Neue Mitglieder, die dieses Jahr ab dem 1.10. angemeldet werden, bezahlen dadurch für 2019 keinen (Landesverbands-)Beitrag (mehr). Der Beitrag wird erst 2020 fällig. Die Mitgliedschaft beginnt aber bereits dieses Jahr ab dem Zeitpunkt der Anmeldung! D.h. auch alle Fristen (z.B. bei Befürwortungsanträgen) rechnen sich bereits ab dem Zeitpunkt der Anmeldung in diesem Jahr.
Außerdem ist die Anmeldung und Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften bei rechtzeitiger Anmeldung problemlos möglich.

Daher: Falls Sie Interesse an einer Mitgliedschaft haben – nicht warten bis zum 1.1.20 – bereits jetzt  anmelden!
Und – falls in den Vereinen noch Interessenten „da“ sind… ebenfalls nicht warten sondern bereits jetzt zum anmelden!
Dies hat für das Mitglied viele Vorteile.

 

Und noch ein Hinweis zu den Abmeldungen von Mitgliedern:

Bitte beachten Sie, dass die Abmeldung einzelner Mitglieder bis spätestens 10. Dezember erfolgen muss (Eingang bei der Geschäftsstelle). Vereinswechsel (dazu muss der seitherige Verein das Mitglied kündigen und der neue Verein eine Neuanmeldung vornehmen) sollten ebenfalls bis zum 10.12. der Geschäftsstelle gemeldet werden, da sonst der Beitrag 2020 dem derzeitigen Verein berechnet wird (und diesem auch die Beitragsmarke 2020 zugeschickt wird). Ebenso ist eine Anmeldung zur Bezirksmeisterschaft dann nur für den seitherigen Verein möglich.

Die Kündigung der Mitgliedschaft ist in Ziff. 7.2 der Satzung geregelt:
„… Der Austritt eines unmittelbaren Mitglieds (Anmerk.: Eines Vereins) bedeutet gleichzeitig den Austritt aller mittelbaren Mitglieder und ist nur zum 31. Dezember des Kalenderjahres zulässig. Er muss spätestens 2 Monate vorher schriftlich in der vom Verband dafür vorgesehenen Form erklärt werden.
Der Austritt eines mittelbaren Mitglieds (Anmerk.: Vereinsmitglied) ist bis zum 31. Dezember des Kalenderjahres zulässig und muss spätestens bis zum 10. Dezember schriftlich in der vom Verband dafür vorgesehenen Form erklärt werden.
Beträgt durch den Austritt von mittelbaren Mitgliedern die Mitgliederzahl des Vereins (des unmittelbaren Mitglieds) weniger als 7 Mitglieder, ist eine Mitgliedschaft als unmittelbares Mitglied nicht mehr möglich. Die verbleibenden mittelbaren Mitglieder können als Einzelmitlieder weiterhin dem Verband angehören.
Erfolgt die Abmeldung von mittelbaren und unmittelbaren Mitgliedern nicht fristgerecht, so ist der Beitrag für das Folgejahr auf jeden Fall zu bezahlen (bei mittelbaren Mitgliedern durch den Verein) und die Mitgliedschaft verlängert sich um dieses Jahr….“

 

Also – falls in den Vereinen noch Interessenten „da“ sind… nicht warten bis zum 1.1.20, jetzt anmelden! Und bitte die Frist bzgl. Abmeldungen beachten. Bei Fragen hilft die Geschäftsstelle gerne weiter (lv7@gsvbw.de). 

Viele Grüße, euer Präsident Helmut Glaser